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SC-Project und Team Kapriony bei der AFRICA ECO RACE

„Paolo beendete die heutige Sonderprüfung zunächst auf dem achten Gesamtrang – nach einer Etappe, die wie für ihn gemacht schien. Doch als die weiter hinten gestarteten Fahrer ins Ziel kamen, die vor allem im Staub ihrer Konkurrenten fuhren, rutschte er auf Platz 14 ab.“

„Ich habe keinen Fehler gemacht“, sagt er zufrieden. „Keine Navigationsfehler. Und diese Prüfung war wirklich perfekt für Frusta“, fügt er sofort hinzu.

Relativ flach und schnell war sie nämlich eine jener Sonderprüfungen, auf denen man die gesamte Leistung des 790er-Motors auf den Boden bringen kann – allerdings stets mit der nötigen Vorsicht.

„Die Navigation war nicht einfach. Ich bin zunächst allein gefahren und habe dann hin und wieder andere Fahrer getroffen, mit denen ich ein paar Kilometer gemeinsam unterwegs war. Trotz des starken Winds, der Spuren verweht und vor allem die im Roadbook angegebenen, kaum sichtbaren Pisten ausgelöscht hat, ist es mir gelungen, alles bestmöglich zu meistern.“

Im Ziel hat Paolo große Lust zu erzählen, obwohl im Biwak von Chami – ein echter weißer Fleck mitten im absoluten Nichts – ein Sandwind weht, der der Karawane der Africa Eco Race in Mauretanien alles andere als einen freundlichen Empfang bereitet.

„Es ist der erste Tag seit dem Start, an dem ich endlich sagen kann, dass ich eine Etappe ohne jegliche Probleme gefahren bin. Und das macht mich unglaublich glücklich. Auch das Setup war perfekt, und ich konnte das Motorrad sehr gut kontrollieren.“

Die Zufriedenheit, die Paolo ausstrahlt, steckt schnell alle an. Sowohl Fabio Zanone als auch Paolos Bruder Stefano lächeln, während sie den Fahrer fragen, was an der KTM noch zu erledigen sei – wie es nach jeder Etappe üblich ist.

„Wenig bis gar nichts“, sagt Paolo, während er den Helm abnimmt. „Das Motorrad läuft perfekt. Ich bin nur neugierig, wie der Verbrauch war, da wir heute fast ständig gegen den Wind gefahren sind.“

In der Tageswertung liegt Paolo auf Platz 14 mit einem Rückstand von 8’03’’ auf den Sieger der heutigen Sonderprüfung. Caprioni macht auch in der Gesamtwertung einige Positionen gut – aktuell liegt er auf Rang 18 – und behauptet selbstverständlich weiterhin die Führung in der Zweizylinder-Wertung.

Morgen steht die siebte Etappe an, die sich als eine jener Etappen ankündigt, die – wie man im Fachjargon sagt – wirklich entscheidend für die Gesamtwertung sein könnten.

@Credit kapriony.com